Getüddel sacht man in Norddeutschland, wenn’s ein bisschen unübersichtlich wird:

Die Deutsche Bank hat anscheinend mit falschen Verkaufsaufträgen in Höhe von schlappen 150 Milliarden Euro den Nikkei fast platzen lassen. Nachdem ein Großteil der Orders gar nicht ausgeführt wurden, ist der finanzielle Verlust für die Deutsche Bank zu verschmerzen. Die Japaner blicken aber wohl einigermaßen düpiert nach Frankfurt…

Nachdem Anfang Mai ebenfalls ein Computerfehler (ein sogenannter „Fat Finger“) für die Schwankungen der US-Börse verantwortlich gemacht wurde, stehen nun doch wirklich mal internationale Gespräche über die Sicherheit und die Einflüsse des Börsenhandels auf ganze Staaten auf dem Tapet, oder?

Interessant im Zuge der Bankenkrise waren die tiefen Einblicke, die ins Handels-Verhalten der Banker geworfen werden konnten. Eher börsenferne Mitbürger können sich kaum vorstellen, dass es auf diesem Globus ständige Geldflüsse gibt, die durch kleinste Kursschwankungen zu Gewinn und Verlust führen. Ständig werden Milliarden bewegt, um bei den feinen Ausschlägen der Kurse mitzuverdienen.

Im heute erschienenen Artikel der FTD wird darauf hingewiesen, dass die Banker sich dabei hauptsächlich auf Daumenregeln und ihr Bauchgefühl verlassen. Trotzdem ist diese Form des Börsenhandels ein Grund für die Auswüchse der Finanzkrise 2008/2009. Jetzt diskutieren einige Wirtschaftswissenschaftler und auch Politiker die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Eine Steuer, die für jeden Handelsumsatz an der Börse anfällt und sehr gering ist: im Gespräch sind 0.01 % bis 0.1%. Das Verführerische an dieser Steuer ist, dass ohnehin bereits Gebühren für das Handeln auf den Börsenplätzen gezahlt werden: nämlich die Börsengebühren für den Handelsplatz ansich, ebenfalls ein kleiner Betrag von in Frankfurt zur Zeit 0.05%. Zusammen mit diesem Betrag lässt sich die neue Steuer einfach eintreiben.

Sie brächte einen erheblichen Gewinn: 0.05 % Transaktionsgebühr in Deutschland würden nach einem Fernsehbericht zu einer jährlichen Mehr-Einnahme von 27 Milliarden Euro führen – damit wären die Kosten der Bankenkrise auch dort wieder einzunehmen, wo sie verursacht werden. Dabei spielt natürlich das Handelsvolumen an den Börsen eine große Rolle: sollte die neue Steuer dazu führen, dass weniger gehandelt würde, dann würden auch entsprechende Mehreinnahmen fehlen.

Andererseits wäre genau jetzt die Zeit, eine solche Steuer einzuführen:

  • es besteht fast ein Konsens zu dieser Art von Besteuerung im internationalen Umfeld, da jeder Staat seine Banken bezuschussen musste
  • es ist ein ideales Mittel, um genau die Handelsaktivität zu bremsen, die die Probleme in der Finanzwelt verursacht hat
  • es trifft die „Richtigen“, denn nur die Finanztransaktionen werden besteuert, also nicht die Produktion von Gütern. Die Gerechtigkeit dieser „Umsatzsteuer auf Finanztransaktionen“ wäre sogar ein besonderes Argument gegen eine generelle Mehrwertsteuer-Erhöhung, die ebenfalls im Gespräch ist!

Nutzen Sie Ihr Mitbestimmungsrecht als Bundesbürger und zeichnen Sie die ePetition beim deutschen Bundestag, damit die Diskussion zu dieser Steuer nicht wieder verebbt!

Nutzen Sie die Registrierungsmöglichkeiten für E-Petitionen beim Bundestag und zeichnen Sie diese Petition mit:

Petition: Steuerpolitik – Einführung einer Finanztransaktionsteuer vom 06.11.2009

In 2007 hätten viele Finanzberater über eine Anlage in Gold sicherlich noch gelächelt. Dann kam 2008. Und Anfang 2009 lächeln all jene zufrieden in sich hinein, die in Edelmetallen angelegt haben.

Nach wie vor hält der Run auf Gold für die Wertanlage an. Anlegern geht es nun vor allem darum, mehr in der Hand zu haben als Papier. Das betrifft auch Fonds für Gold oder Aktien als Minen-Anteile, weil der einzelne Anleger meist keinen Zugang zum physischen Edelmetall hat, welches die Fondsgesellschaften für ihn verwalten, sondern nur zum Papier und zum fiktiven Wert. Was dem Anleger bei der Flucht aus dem Papier recht ist, kann dem Privatmann mit alten Schmuckresten, Altgold oder Zahngold nur billig sein.

Wer in dieser Zeit Altgold wie alten Schmuck, Goldmünzen oder Zahngold zum Goldankauf geben kann, erlöst ein Vielfaches von dem, was vor einem Jahr möglich gewesen wäre. Weiterlesen