Aus Sicht eines Demokraten ist eigentlich alles ok: Die stärkste Partei muss sich einen oder zwei Koalitionspartner suchen, um die Mehrheit im Bundestag zu erreichen. Das bedeutet, dass die CDU bei einigen Themen Kompromisse eingehen muss. Dafür sind Wahlen gemacht: damit über die Beteiligung kleinerer Parteien auch die Mitbestimmung von Minderheiten möglich wird.

Der NDR hat sehr schöne Grafiken erstellt:

Wahlergebnis in Schleswig-Holstein

Die Wahlbeteiligung in unserem Bundesland lag etwas höher als beim letzten Mal: 76,5%

Viele hatten sich mehr Beteiligung erhofft: 80-90% wären schön gewesen und hätten den Bevölkerungswillen auch deutlicher widergespiegelt. Aber nun ja: immerhin hatten wir schönes Wetter und viele Wähler haben den Gang zum Wahllokal mit einem Spaziergang verbunden. Das hat sicherlich etwas geholfen. Auch die hohe Quote an Briefwählern, die ihr Wahlrecht unabhängig vom Wahltag und Wahllokal ausüben wollten, finde ich eine positive Entwicklung.

Als klarer Sieger geht in Schleswig-Holstein die FDP voran: sie hat 7% hinzugewonnen und liegt bei insgesamt 12%. Aber auch die Grünen und natürlich die AFD haben zugelegt, wenn auch prozentual gesehen, deutlich weniger. Verlierer waren die großen Altparteien: CDU -5%, SPD -8%.

Es war bereits vorher klar, dass wir uns zukünftig irgendwie mit der AFD auseinander setzen müssen. Interessant ist also der Koalitionsrechner, den Sie auf den Seiten der Kieler Nachrichten finden:

Koalitionsrechner zum Ergebnis der Bundestagswahl 2017

Hier kann man über die Schaltflächen sehen, welche Parteienkombinationen möglich sind, um die Mehrheit im Bundestag zu gewinnen.

Für Händler sind die Bewertungen von Kunden extrem wichtig, denn sie beeinflussen das Suchergebnis. Echte Fake-Bewertungen sind solche, die nicht als gesponsorte Bewertungen gekennzeichnet werden. Sie sind häufig kürzer und kommen unauffällig daher. Hier finden Sie ein Beispiel für Fake-Bewertungen.

Eine kurze Check-Liste, wie man solche Bewertungen, die offensichtliche Gefälligkeiten für den Händler sind, schnell erkennen kann:

  1. Das Produkt hat ausschließlich 5-Sterne-Bewertungen. Hat tatsächlich niemand einen Einwand zur Verwendung oder der Qualität? Eigentlich hat doch jeder mal etwas zu meckern oder zumindest einen kleinen Minuspunkt zu vermelden: und wenn es nur der Preis in Relation zur Qualität oder der Verpackung ist. Man kennt es sogar aus dem Bekanntenkreis: es gibt Leute, die eine 5-Sterne-Bewertung nie abgeben würden, weil ja immer etwas zu verbessern ist. Und gerade dieses Produkt wurde nur positiv gewertet? Sehr suspekt, nicht wahr?
  2. Die Bewertung stammt nicht von einem verifizierten Kauf. Seien wir doch mal ehrlich. Selten sind wir so begeistert von einem Produkt, das wir anderswo gekauft haben, um dann unser unglaublich positives Erlebnis ausgerechnet auf Amazon zu schildern. Also ein Produkt dort suchen und eine besonders lobende Bewertung abgeben: das tun doch eigentlich nur Kunden, die tatsächlich dort dieses Produkt gekauft haben.
  3. Schlechtes Deutsch: der Google Übersetzungsdienst wirft leider kein gutes Schriftdeutsch aus. Wer also seine Bewertung übersetzen muss, dessen Test liest sich für einen deutschsprachigen Menschen eben doch holprig und schlecht – der Satzbau ist oft schon falsch. Es sind falsche Adjektive eingeflossen, die im Zusammenhang nicht passen, Verben stehen an der falschen Stelle, etc.
  4. Gleiche mehrere Bewertungen an einem bestimmten Datum. Sieht man auch immer wieder bei gekauften Bewertungen: Da wurde wohl einem Dienstleister ein Auftrag gegeben und die Horden an fleissigen Amazon-Kunden schreiben zufällig alle am gleichen Tag eine Bewertung. Das sieht doch unecht aus, nicht wahr?
  5. Wenn die Aussagen von Bewertungen sich dann auch noch sehr ähnlich sind oder sogar eine ähnliche Textlänge besitzen, dann ist ebenfalls Mißtrauen angebracht. Viele Bewertungen sind ca. 2-3 Sätze lang? Keiner hat sich mehr oder nur sehr wenig Zeit genommen? Sieht doch auch nicht echt aus.
  6. Wenn es dann noch die einzige Bewertung des Kunden ist, dann riecht man ja förmlich den versuchten Betrug.

Fake-Bewertung identifiziert! Und nun?

Amazon selbst unternimmt nichts gegen die Fake-Bewertungen. Man liest sie eben doch gern, die Kundenbewertungen. Es fühlt sich gut an, verschiedene Hinweise zu einem unbekannten Produkt zu erhalten und es baut das Vertrauen zum Produkt extrem auf. Manche Entdeckung findet man durch Stöbern und lesen der Bewertungen. Es gibt auch speziell gekennzeichnete Bewertungen von Kunden, die die angebotenen Produkte kostenlos zum Testen erhalten haben oder auf andere Weise bezahlt wurden. Diese lassen sich meistens einfach erkennen, weil sie häufig Bilder des Artikels hochladen und im letzten Satz der sehr umfangreichen Bewertung diese Verbindung zum Händler offenlegen. Natürlich wird dann gern beteuert, dass die Qualität des Produktes trotzdem ganz ehrlich beurteilt wurde. Aber Sie können dann selbst beurteilen, wie wertvoll Sie so eine Kundenmeinung einschätzen.

Aber:

Denken Sie immer daran, dass die Suchergebnisse bei Amazon gefiltert werden nach den Bewertungen.  Suchen Sie deshalb gezielt nochmals nach Produkten, die weiter unten oder sogar auf den Folgeseiten platziert sind. Gerade bei solchen Waren, bei denen die Rücksendung aufgrund eines ohnehin geringen Preises meist nicht lohnenswert ist, sollten Sie sich für ein Produkt entscheiden, das seine Aufgabe auch erfüllen kann. Zuviel Geld wird unnötig verschwendet, wenn man schlechte Qualität kauft. Nur als aufmerksamer Verbraucher kann man sich vor einem Fehlkauf schützen.

Häufig verlassen sich Verbraucher auf die Goldpreise im Goldankauf, die auf Webseiten veröffentlicht werden und glauben, damit einen realistischen Preisvergleich zwischen verschiedenen Händlern zu machen. Schliesslich wendet man das gleiche Verfahren an, wenn man eine Waschmaschine oder einen Fernseher kauft. Leider funktioniert es so nicht. Warum nicht? Weiterlesen

Goldschmuck ist zur Zeit aufgrund der Preisentwicklung fast absurd teuer – einfache Ketten und Colliers, industriell hergestellt ohne Schnickschnack, kosten ohne Weiteres gern 2000 oder 3000 Euro. Wer soll das von einem normalen Gehalt eigentlich noch bezahlen?

Darauf kann man auf verschiedene Arten reagieren: Weiterlesen

Altgold, Bruchgold und auch Zahngold enthält Edelmetalle, die sich lohnen: auch für Privatleute! Solche Metallreste gehen den Weg in eine Scheideanstalt, die aus den verschiedenen Legierungen mit unedlen Metallen die Edelmetalle wieder herauslöst und zu Feinmetallen weiter verarbeitet.

Solche Edelmetalle aus Recycling sind aktiver Umweltschutz, an dem die Kunden von Goldankäufern und Scheideanstalten direkten Anteil haben: Der Börsenkurs der enthaltenen Edelmetalle kann zwar nicht gezahlt werden, weil die aufwendige Aufarbeitung notwendig ist. Aber neben einem finanziellen Ausgleich für den Verkäufer bringt jedes Gramm Edelmetall, das in einer Scheideanstalt wieder dem Wertkreislauf zugeführt wird, einen direkten Nutzen für die Umwelt. Denn eine Förderung aus den Minen dieser Welt bedingt einen enorm hohen Preis für die Umwelt und die Menschen in den Ländern, wo nach diesen wertvollen Metallen geschürft wird. Pro Gramm Gold z.B. wird ca. 1 Tonne Erde bewegt, also herausgerissen, zerkleinert, mit Zyanid oder Quecksilber verseucht und anschliessend abgelagert. Dabei entstehen nicht nur giftiger Abraum, sondern auch Gesundheitsschäden bei den dort lebenden Menschen.

Schmuckhersteller und andere Edelmetall-Verbraucher aus der Industrie kaufen zum Börsenkurs das Rohmaterial von Scheideanstalten an und können auf diese Weise den Raubbau an der Natur reduzieren. Es gibt inzwischen sogar Schmuckhersteller, die ganz auf Edelmetalle aus Recycling setzen und damit ein besonderes Bewusstsein für unsere Erde und die Wertkreisläufe zeigen.

Auch als Verbraucher oder Privatverkäufer kann man sich entscheiden, ungetragenen Schmuck, Altgold, Zahngold oder auch ungenutztes Tafelsilber zurück in den Kreislauf zu geben. Nicht nur Notsituationen, in denen man auf das Geld aus so einem Verkauf angewiesen ist,  sondern auch die Idee der Wiederverwertung kann Grund für den Verkauf von Privat sein:  Solches Rohmaterial zu liefern für neue, schöne Dinge, deren Herstellung nicht auf den Raubbau an der Natur angewiesen ist. Das ist fast so wie das Wegtragen der Glasflaschen und Blechdosen zum Sammelcontainer, nur das man auch als Privatmensch am Erlös aus den Rohstoffen beteiligt wird. Und das ist eine schöne Belohnung einer guten, umweltbewussten Tat.